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Aktuelle Projekte

Sprachschatz Kindergarten

Sprachliche Interaktionsqualität in Schlüsselsituationen

Aktuelle, internationale Forschungserkenntnisse zeigen, dass die Wirkung und Nachhaltigkeit von früher sprachlicher, alltagsintegrierter Bildung eng mit der Gestaltung der Interaktionen zwischen pädagogischen Fachpersonen und Kindern zusammenhängt. Das Projekt „Sprachschatz Kindergarten“ zielt darauf ab, Beiträge zur Qualitätssicherung und -entwicklung in der frühen sprachlichen Bildung im Setting Kindergarten zu leisten. Im Fokus des Projekts stehen alltagsintegrierte sprachliche Bildungsprozesse im Bereich Bauen und Konstruieren, im Bereich Musik und Bewegung sowie in Essensituationen im Fokus. Die entstandenen Arbeitsmaterialien werden gemeinsam mit dem Filmmaterial, das gute pädagogische Qualität von Sprach- und Interaktionsprozessen sichtbar macht, den pädagogischen Fachpersonen zur Verfügung gestellt. 

Laufzeit: 2020 - 2021
Untersuchungsraum: Steiermark, Österreich
Finanzierung, Förderprogramm: Land Steiermark

QUALIMENTARY

Qualitätsentwicklungsprozesse in elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen implementieren

Durch den verstärkten quantitativen Ausbau an Kinderbildungs- und -betreuungsplätzen in den europäischen Mitgliedsstaaten wird zunehmend der Fokus auf Qualitätssicherung und -entwicklung gelegt. Das Erasmus+ Projekt „Qualimentary“ legt den Fokus auf die Implementierung von Interaktionsqualität. Die Projektpartner setzen sich aus einem Netzwerk an erfahrenen Praxis- und Forschungseinrichtungen zusammen (Konsortiumsführung in Graz, Italien, Slowenien, Portugal, Ungarn, Deutschland). Das Erasmus+ KA2 Berufsbildung-Projekt dauert von September 2019 bis August 2021 und ist in drei Phasen gegliedert. Eröffnet wird das Projekt mit einer Bedarfsanalyse und einer Ist-Stand-Erhebung bezüglich des Fort- und Weiterbildungsbedarfes von pädagogischen Fachpersonen hinsichtlich Interaktionsqualität. Darauf aufbauend wird ein digitales Fortbildungstool entwickelt und in den Projektländern durchgeführt. In der dritten Projektphase wird ein digitales Selbstevaluationstool evaluiert, welches Fachpersonen in weiteren Qualitätsentwicklungsprozessen unterstützt. 

Laufzeit: 2019 - 2021
Untersuchungsraum: Deutschland, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien, Ungarn
Finanzierung, Förderprogramm: Erasmus+

Kleinkinder in der digitalen Welt (KiddiW)

Die Mediennutzung von Kindern hat sich in den letzten Jahren verändert. Dominierte früher das Fernsehen, sind es heute Medien wie Smartphone und Tablet, die bereits von den Jüngsten genutzt werden. Wie wirkt sich die Nutzung dieser Medien auf die kindliche Entwicklung und Gesundheit aus? Die bisherige Forschung gibt diesbezüglich kaum Antworten. Die beantragte Studie untersucht, welchen Einfluss die Nutzung interaktiver, digitaler Medien auf die Gesundheit und Entwicklung von Kleinkindern im Alter von eineinhalb Jahren aufwärts hat. Zum einen geht es darum, wie sich unterschiedliche Angebote in ihrer Wirkung unterscheiden. Weiters werden der Einfluss der Dauer und Art der Mediennutzung untersucht.

Laufzeit: 2018 - 2020
Untersuchungsraum: Steiermark, Österreich
Finanzierung: Land Steiermark
Förderprogramm:

Zukunftsfonds Steiermark

Effekte der Interaktionsqualität auf Krippenkinder (EIK-Studie)

Außerhäusliche Betreuung von jungen Kindern gehört in vielen Familien zum normalen Alltag: Die Kinder werden in der Krippe betreut und sammeln viele interessante wie auch entwicklungsförderliche Erfahrungen. Hier setzt die Studie "Effekte der Interaktionsqualität auf Krippenkinder" (EIK-Studie) an und untersucht, wie sich die Interaktionen in österreichischen Krippen zwischen dem Fachpersonal und den Kindern gestalten und wie sich diese auf die kindliche Entwicklung im ersten Krippenjahr auswirken.

Rund 100 Kinder aus unterschiedlichen Krippengruppen aus Graz, Graz-Umgebung und Wien werden im Krippenjahr 2018/2019 drei Mal (Oktober, Februar, Juni) begleitet. Standardisierte Beobachtungsinstrumente werden eingesetzt, um die Interaktionen zwischen den Pädagoginnen und den Kindern wie auch allgemeine Qualitätsstandards zu erfassen. Zudem dürfen die dieses Jahr eingetretenen Kinder an einem spielerischen Entwicklungstest teilnehmen. Ein Fragebogen an die Eltern ergänzt die Erhebung. Ein weiterer Fragebogen ergeht an alle anwesenden erwachsenen Personen der Krippengruppe.

Laufzeit: 2018 - 2019
Untersuchungsraum: Steiermark und Wien, Österreich
Finanzierung:

Doktorat, Masterarbeiten und Eigenmittel

 

Bildungs- und Erziehungsvorstellungen von Elementarpädagogen*innen am Beispiel von Mathematik im internationalen Vergleich («BELMi 3-6»)

Die Didaktik sowie das methodische Vorgehen in elementarpädagogischen Institutionen bilden einen zentralen Bereich in jedem Lernsetting. Dies gilt für sämtliche Bildungssysteme der Welt. In der Studie Bildungs- und Erziehungsvorstellungen von Elementarpädagogen*innen am Beispiel von Mathematik im internationalen Vergleich («BELMi 3-6») geht es darum, Bildungs- und Erziehungsvorstellungen sowie Leistungserwartungen von Pädagogen*innen des Elementarbereichs in der Mathematik bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren für verschiedene Länder zu beschreiben. An der Forschung beteiligen sich Elementarpädagogen*innen aus der Schweiz, Österreich, China (Shanghai) und Vietnam (Hanoi).

Die Studie besteht aus unterschiedlichen Elementen. Es werden mittels Fragebogen allgemeine Erziehungsvorstellungen (Keller, 2011) erhoben. Die Bildungsvorstellungen werden in einem qualitativen Setting untersucht. Die Elementarpädagogen*innen werden dafür gebeten eine mathematische Spiel- und Lernsituation für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren bereitzustellen. Diese Spiel- und Lernsituation wird videographiert und ausgewertet. Anschliessend wird von den Elementarpädagogen*innen das didaktische Setting begründet und bezüglich des dahinterliegenden Bildungsverständnisses reflektiert. Zudem werden am Beispiel mathematischer Fähigkeiten von Kindern mittels Fragebogen die Leistungserwartungen der Elementarpädagogen*innen untersucht.

 

Laufzeit:2016/17-2018
Untersuchungsraum:Österreich, Schweiz, China und Vietnam
Finanzierung:Doktorat und Eigenmittel
Regionaler Nutzen:Im Rahmen der Studie entstehen Erkenntnisse wie auch Anschauungsmaterialien für die Lehre und Publikationen. Zudem ist dieser Kontakt ein wertvoller Ankerpunkt für die Internationalisierung der Lehre.

KiDiT: Beobachten, Dokumentieren und Beurteilen in der Elementarpädagogik

Beobachtungsdokumentationen als zentrales Arbeitsfeld im pädagogischen Alltag von Pädagoginnen kann in Studien zweifach genutzt werden:

a) Zur Überprüfung der diagnostischen Kompetenz der Fachkräfte (im Vergleich mit weiteren Testinstrumenten) und
b) zur Einschätzung der kindlichen Entwicklungs- und Lernverläufe

Dafür stellt KiDiT® (KinderDiagnoseTool) ein geeignetes digitales Tool mit vielerlei Funktionen dar. Es wurde von Prof. M. Pfiffner und mir, unter Mitarbeit von vielen  Koryphäen wie Prof. Dr. R. Largo oder Prof. Dr. Dr. em. F. Oser sowie mehreren Doktoranden entwickelt und in den letzten Jahren statistisch wie auch durch die Praxis mehrfach validiert. Aktuell wird das Instrument für über 20'000 Kinder in der Praxis genutzt und von uns selbst wie auch von Kollegen in Studien eingesetzt (beispielsweise von Prof. Dr. K. Eilerts von der Humboldt-Universität zu Berlin im Projekt Pro-KomMa).

Laufzeit:Laufend in Forschungsprojekten und Evaluationen
Untersuchungsraum:Schweiz und Deutschland
Finanzierung:Unterschiedliche Trägerschaften
Regionaler Nutzen: Das Instrument ist für Praxis und Forschung in Österreich anschlussfähig und sofort nutzbar. Vergleichsdaten aus anderen deutschsprachigen Regionen liegen bereits umfänglich vor.

Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist (PädQUIS)

Das Bundesprogramm »Sprach-Kitas« verfolgt als übergeordnete Zielsetzung die Erhöhung der Bildungschancen von Kindern, besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Zu diesem Zweck wird die personelle Struktur in den teilnehmenden Einrichtungen verbessert und zugleich wird im Programm ein erweiterter Interventionsansatz eingesetzt, indem es systematisch für einen lokalen Verbund von jeweils 10-15 Kindertageseinrichtungen eine halbe zusätzliche Fachberatungsstelle finanziert. Über ein Multiplikatorenprogramm werden die FachberaterInnen durch PädQUIS® so geschult, dass sie mit ihren Einrichtungsteams arbeiten und diese über Inhouse-Begleitungen unterstützen können. Eine formative Evaluation überprüft den Verlauf der Implementierung und ermöglicht Anpassungen im Programmverlauf.

 

Laufzeit:2016-2019
Untersuchungsraum:Deutschland
Finanzierung:Finanzierung durch Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Regionaler Nutzen:Sprachförderung ist ein höchst aktuelles Thema der Elementarpädagogik und die Erkenntnisse über die Implementierungsprozesse könnten in adaptierter Form auch für Österreich genutzt werden.

"Teens & Screens"

Im Projekt werden Effekte der Nutzung digitaler Bildschirmgeräte auf Wahrnehmung, Kognition und Wohlbefinden von Jugendlichen untersucht. Im Zentrum stehen solche Effekte, die einen Bezug zur Schule haben. Thema: (Neben)Wirkungen von Mediennutzung

 

LaufzeitSeptember 2017 - laufend
UntersuchungsraumÖsterreich Schweiz
Regionaler Nutzen

1.) Positive und negative Effekte der Mediennutzung sollen dokumentiert werden

2.) Aufbauend auf Forschungsergebnissen sollen Interventionen entwickelt und evaluiert werden, die die positiven Effekte der jugendlichen Mediennutzung gewinnbringend für die Förderung schulischer Leistung einsetzen

 

 

Kontakt

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Strassoldogasse 10/I A-8010 Graz
Sarah Feierabend BA Telefon:+43 (0)316 380 - 3658

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