GraF GruS
Projektbeschreibung:
Sprachverständnis ist entscheidend für den schulischen Erfolg, da es das Verstehen von Anweisungen, das Lernen von Inhalten und das Lesenlernen beeinflusst. Defizite in diesem Bereich können sich negativ auf das gesamte schulische Lernen auswirken. Rezeptive grammatische Schwierigkeiten bleiben jedoch oft unentdeckt und sind schwer zu diagnostizieren. Auch wenn diagnostische Kompetenzen sehr große Relevanz für die zielgerichtete Unterstützung von Kindern haben, sind Lehrpersonen und Kindergartenpädagog:innen nicht immer akkurat in ihren Einschätzungen. Es fehlen zudem ökonomische Diagnoseverfahren zur Überprüfung rezeptiver grammatischer Fähigkeiten, die im Gruppensetting möglich sind. Das Projekt “GraF GruS” adressiert diese Forschungslücke, indem ein Verfahren entwickelt wird, das die ökonomische Erfassung rezeptiver Grammatikfähigkeiten in Gruppensettings ohne Einbezug von Schriftsprache bei Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren ermöglicht.
Laufzeit: seit 01.07.2023
Das Projekt wird ab 01.07.2026 in der Phase der Validierung und Normierung des Instruments GraF GruS sowie der Entwicklung darauf aufbauender Förderkonzepte im Rahmen des Verbundprojekts „Hand in Hand zum Erfolg: Entwicklungssensible Förderung von Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Rechnen, Lesen und Rechtschreiben – Ein biopsychosoziales Modell für inklusive Bildung und kooperative Unterstützung“ erweitert und als Teil der Initiative Bildungsinnovation braucht Bildungsforschung des BMFWF und des BMB und in Kooperation mit der Paris Lodron Universität Salzburg sowie der Pädagogischen Hochschule Salzburg durchgeführt.
Weitere Informationen zum Teil-Projekt: https://handinhand.plus.ac.at/projekt-2.html
Projektleiterin:
Assoz. Prof.in Susanne Seifert, PhD
Projektpartner:innen und Kooperationen:
Univ.-Prof.in Lisa Paleczek, PhD
Dr. in Franziska Viertel, Universität Paderborn
Dr. in Juliane Augustin, Humboldt-Universität zu Berlin