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Inklusive Bildung und Heilpädagogische Psychologie

Der Arbeitsbereich "Inklusive Bildung und Heilpädagogische Psychologie" beschäftigt sich mit Inklusion und deren Umsetzung in unterschiedlichen Bildungskontexten. In einem humanitären Verständnis geht es uns um Fragen der Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Menschen mit individuellen Ressourcen und Potentialen sowie um eine evidenzbasierte Weiterentwicklung einer inklusiven Gesellschaft. Die primären Forschungsinteressen liegen im Bereich der inklusiven Bildung und der Sonder- bzw. Heilpädagogik. Besondere Berücksichtigung findet auch die fortschreitende Digitalisierung sowie der Umgang mit und der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht, in der Diagnostik und in der Förderung.

Aktuell beschäftigen sich die Mitarbeiter*innen des Arbeitsbereichs mit folgenden Forschungsschwerpunkten: 

  • Evaluation inklusiver Bildung in Schulen und anderen Institutionen
  • Professionalisierung von Lehrpersonen und Schulassistent*innen
  • Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, Interventionen für Schüler*innen mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten
  • Förderung der Gesundheitskompetenz bei Schüler*innen
  • Interventionen in inklusiven Klassen zur Förderung der Leseentwicklung im Allgemeinen und von Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache im Besonderen,
  • Assessment-Instrumente im Bereich Sprache, Lesen und sozial-emotionale Entwicklung (Paper-Pencil und digital) 
  • Wohn- und Lebensqualität von Menschen mit Beeinträchtigung
  • Früherkennung von Demenz bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

In den vergangenen Jahren wurden mehrere Längsschnittstudien (SILKE, LARS), Studien zu kooperativem Lernen und kooperativen Unterrichtsmethoden (KoopLEA), Forschung zu Einstellungen zur Inklusion von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und/oder Flüchtlingen, partizipative Aktionsforschung zu inklusiven Praktiken im Schulunterricht (ReHaRe) durchgeführt und Assessment-Instrumente (Wortschatz, Lesefähigkeiten) entwickelt und publiziert (GraWo, DiLe-D, GaLeV). 

Der Arbeitsbereich hat mehrere internationale sowie nationale Projekte sowohl als koordinierende als auch als Partnerinstitution (mit England, Dänemark, Portugal, Rumänien, Spanien, Belgien, Bulgarien, Slowakei, Schweden, Slowenien, Kroatien, Norwegen etc.) durchgeführt. Diese Forschungsprojekte wurden von unterschiedlichen internationalen (Erasmus+, Stiftungen) oder nationalen (FWF, BMBWF, Land Steiermark, Gesundheitsfonds Steiermark, AK Steiermark) Fördergebern gefördert. Regional arbeitet der Arbeitsbereich eng mit den Pädagogischen Hochschulen zusammen und initiierte das Forschungszentrum für Inklusive Bildung (FZIB). Neben den bereits erwähnten Kooperationspartner*innen arbeitet der Arbeitsbereich für Inklusive Bildung und Heilpädagogische Psychologie auch eng mit anderen Institutionen, wie Schulen oder Vereinen, die sich mit Inklusion beschäftigen, zusammen.

Methodisch nutzen wir ein umfangreiches Spektrum an qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden. Partizipative Forschung mit Kindern sowie mit Menschen mit Beeinträchtigungen ist uns ein besonderes Anliegen.

Netzwerke, in die der Arbeitsbereich eingebunden und aktiv ist: 

European Literacy Network (COST Action IS1401), Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK), Arbeitsgruppe Empirische Sonderpädagogische Forschung (AESF), Society for the Scientific Study of Reading (SSSR), European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI), European Educational Research Association (EERA), Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGFE), Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPS), Deutsches Netzwerk evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk), Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB).

Zusätzlich zu den Forschungstätigkeiten engagiert sich der Arbeitsbereich in der Lehre. Im Entwicklungsverbund Süd-Ost koordinieren wir gemeinsam mit den Pädagogischen Hochschulen die Bachelor- und Masterstudien des Lehramts Spezialisierung Inklusive Pädagogik. Wir beteiligen uns an unterschiedlichen Weiter- und Fortbildungsformaten, u.a. am Universitätslehrgang „Gesundheitsförderung und Gesundheitspädagogik“.

Schließlich wird das Masterstudium “Inclusive Education” im Arbeitsbereich (weiter)entwickelt, koordiniert und für Studierende angeboten. Neben theoretischen Grundlagen und der Auseinandersetzung mit empirischen Forschungsmethoden vermittelt das Studium vor allem eine wertschätzende und ressourcenorientierte Grundhaltung zum Umgang mit Diversität und beschäftigt sich mit der Umsetzung von Inklusion in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft.

 

Neuigkeiten des Arbeitsbereichs

Neue spannende und innovative Länderkooperation mit 11 Partner*innen zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und Diversitätsbewusstsein bei Lehrkräften

Projektstart DigIDe – Digitales Tool zur Früherkennung von Demenz bei Menschen mit intellektueller Behinderung

Ergebnispräsentation IMAS II Wissensboxen

Am 11. März 2021, von 15:00-17:00 Uhr, fand online die Vorstellung der fünf onlinebasierten Wissensboxen als Lern- und Weiterbildungsmaterialien für Schulassistent*innen und Lehrpersonen statt.

Die IMAS II Projektpartner*innen luden herzlich dazu ein, gemeinsam die Ergebnisse zu diskutieren.

 

Dominik Pendl und Mathieu Glatz als Steirer des Tages

Grazer Forum Inklusion 2020

Unsere Wissensboxen sind auf D-Lot verfügbar

NEUERSCHEINUNGEN

Inklusiver Leseunterricht

Leseentwicklung, Diagnostik und Konzepte

Hg.: Lisa Paleczek und Susanne Seifert

Neben entwicklungstheoretischen Aspekten zeigt das Buch Gelingensfaktoren effektiven Leseunterrichts in inklusiven Settings auf und stellt konkrete Umsetzungsvorschläge vor. Wiederholt wird betont, dass dabei die Diversität der Voraussetzungen, die die Kinder mitbringen, stets wertschätzend Berücksichtigung finden soll.

Link zum Springer-Verlag

Das Boot. Eine Fluchtgeschichte

"Das Boot. Eine Fluchtgeschichte" greift ein aktuelles Thema auf und eröffnet durch die verständliche und teilweise vertraute Erzählung mit anschaulichen und eingängigen Illustrationen die Möglichkeit, mit Kindern und Jugendlichen in einen Dialog über das Thema Flucht und Migration zu treten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter

Von Angststörungen über Depression oder Hyperaktivität bis hin zu Essstörungen oder Substanzmissbrauch - die Bandbreite psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter ist groß. Mehr dazu erfahren Sie hier.

DiLe-D Differenzierter Lesetest - Dekodieren

Der Differenzierte Lesetest - Dekodieren dient der differenzierten Diagnostik der Lesefähigkeiten bei Kindern der ersten bis dritten Grundschulklasse. Näheres erfahren Sie hier.

GraWo Grazer Wortschatztest zur Erfassung des rezeptiven Wortschatzes bei Grundschulkindern der ersten und dritten Schulstufe

Der Grazer Wortschatztest zur Erfassung des rezeptiven Wortschatzes bei Grundschulkindern der ersten und dritten Schulstufe ist bei Hogrefe erschienen.

https://www.hogrefe.com/at/shop/catalogsearch/result/?q=grazer+wortschatztest&search-submit=

Lesehefte für differenzierten Leseunterricht: DiLu

Mit diesen neuen Leseheften für Differenzierten LeseUnterricht können Lehrende der zweiten und dritten Schulstufe, mit allen Kindern gemeinsam, aber auf verschiedenen Leseniveaus, an einem Thema arbeiten.

Mehr dazu erfahren Sie hier. Empfohlener Link: Steiermark ORF.at

Die DiLu-Lesehefte sind im Dorner-Verlag erschienen und erhältlich.

Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Team nun auch schulinterne Fortbildungen (SCHILF) zum DiLu-Leseheft sowie zu differenziertem Leseunterricht an. Anfragen bitte unter mailto:lisa.paleczek(at)uni-graz.at.

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Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Gasteiger Klicpera Mobil:+43 (0)316 380-2540

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